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FAQ - häufig gestellte Fragen

Freifunk allgemein

Was ist Freifunk?

Freifunk ist ein dezentrales, unabhängiges Bürgernetz mit Zugang zum Internet. Freifunk bedeutet offene, uneingeschränkte und freie digitale Kommunikation. Jeder kann sich kostenlos über WLAN verbinden, ohne Passwort, ohne Registrierung. Jeder darf Freifunk nutzen, mitmachen und erweitern. Freifunk ist eine Geste der Gastfreundschaft.


Wie wird denn die Infrastruktur finanziert?

Es gibt ein paar Freifunker, die Server betreiben und diese auch mit eigenen Mitteln finanzieren. Diese Leistung stellen sie der Gemeinschaft kostenfrei zur Verfügung! Natürlich wäre es toll, wenn man diese Kosten auf mehrere Schultern verteilen würde. Wenn du uns unterstützen willst, sprich uns einfach persönlich an; am besten auf unserem Stammtisch. Einen „Bezahlzwang“ gibt es natürlich nicht! Betreiber von Freifunkknoten (also den WLAN-Zugangspunkten) finanzieren den Router selbst und kommen auch für die (geringen) Stromkosten auf.


Freifunk nutzen

Wer darf Freifunk nutzen?

Freifunk steht grundsätzlich jedem frei zur Verfügung. Es gibt hier keine Einschränkungen!

Muss ich mich anmelden, um Freifunk nutzen zu können?

Nein. Für die Nutzung werden keine Zugangsdaten benötigt. Einfach mit dem WLAN-Hotspot (Kennung/SSID: bodensee.freifunk.net) verbinden und schon kann's losgehen.

Wie finde ich einen Zugangspunkt zum Freifunknetz?

Auf unserer Knotenkarte sind (fast) alle Freifunk-Hotspots (der Bodensee-Community) verzeichnet! Alle Freifunk-Hotspots deutschlandweit findest du auf freifunk-karte.de

Ist die Nutzung von Freifunk sicher?

Ein offene WLAN ist immer unsicherer, als das Netzwerk daheim! Der Datenverkehr am Freifunk-Hotspot wird nicht verschlüsselt und kann somit von anderen Nutzern mitgelesen oder gar manipuliert werden. Wir empfehlen daher grundsätzlich den Einsatz von verschlüsselten Verbindungen! Zahlreiche Tipps und Ratschläge zum sicheren Umgang in öffentlichen Netzwerken findest du z.B. hier.


Mitmachen

Wer darf bei Freifunk mitmachen?

Jeder, der Lust und Spaß daran hat!

Wie sicher ist das Betreiben eines Freifunk-Routers?

Über Freifunk surfen Deine Gäste mit der IP-Adresse von Freifunk. Dein eigener Internetanschluss ist nach außen hin nicht sichtbar. Deine Gäste werden ganz legal durch einen verschlüsselten VPN-Tunnel zu unserem Freifunk-Gateway und erst dort ins Internet geleitet.

Ich brauche Unterstützung! Wie kann man euch erreichen?

Wenn Du Lust hast Freifunk Bodensee mitzugestalten, schreib eine Mail an freifunk-bodensee@list.ffbsee.de, besuche unseren IRC Kanal #ffbsee auf irc.hackint.org (#ffbsee@WebIRC ← Es dauert manchmal etwas, bis jemand antworten kann) oder schau bei unserem Stammtisch vorbei. Wir treffen uns regelmäßig, um aktuelle Themen rund um Freifunk zu besprechen. Zu diesen Treffen darf jeder kommen, der sich für Freifunk interessiert. Dort hat man die Möglichkeit sich miteinander auszutauschen, Themen die einen beschäftigen zu diskutieren und Antworten auf Fragen zu finden. Und selbstverständlich besprechen wir dort auch, was Freifunk überhaupt ist, wie das hier am Bodensee funktioniert, wie es weiter gehen soll und auch wie man eigentlich einen Router flasht.

Darf Freifunk auch gewerblich eingesetzt werden?

Es spricht im Prinzip nichts dagegen. Wir sind auch gern bereit, bei der Planung und Realisierung zu unterstützen. Allerdings solltest du wissen, dass wir keinen Business-Support leisten werden.
Freifunk wird „ehrenamtlich“ von Menschen gestaltet, die sowohl Hardware und Traffic aus eigener Tasche bezahlen, als auch viel Zeit für Betreuung und Weiterentwicklung der Serverinfrastruktur aufbringen.

Gibt es "Werbe"- und Infomaterial zu Freifunk Bodensee?

Ja, wir legen Logos, Flyer & Co in unserem GitHub Repository ab.


Rechtliches

Stichwort Störerhaftung?

Der Datenverkehr wird vom Knoten über einen VPN-Tunnel auf unsere Server weitergeleitet. Den Internetverkehr leiten wir von hier ins Ausland um. Dadurch sind die Betreiber eines Freifunkknotens, die ihren Internetzugang bereitstellen, nicht identifizierbar.

Wird der Traffic gefiltert?

Nein! Daten, die du über das Freifunk-Netz verschickst, werden von uns weder gefiltert noch anderweitig abgeändert. Lediglich unser VPN-Anbieter, über den wir den Traffic ins Internet routen, blockiert Port 25 (SMTP). Solltest du dennoch der Meinung sein, dass bestimmte Services im Freifunk-Netz nicht (oder nicht zuverlässig) funktionieren, so kannst du uns gern kontaktieren.

Welche Nutzungsdaten werden von euch erfasst?

Der Knotenbetreiber kann selbst wählen, ob (und in welchem Umfang) er bestimmte Meta- und Nutzungsdaten seines Knotens zur Verfügung stellen will. Diese Daten werden grafisch ausgewertet und sind frei zugänglich: https://s.ffbsee.de Personenbezogene Daten ermitteln und speichern wir jedoch nicht!


Technisches

Welche Router sind für Freifunk geeignet?

Schau am besten auf der entsprechenden Wikiseite zum Thema Firmware vorbei. Sollte dein Router (noch) nicht unterstützt werden, kannst du uns gern ansprechen. Oft ist es kein Problem eine passende Freifunk-Firmware zu erstellen.

Wie kann ich die Konfiguration meines Routers ändern?

Jeder Router mit Freifunk-Firmware kann über ein Web-Frontend administriert werden. Verbinde deinen PC über ein Netzwerkkabel mit dem Router. Im Browser gibst du dann https://192.168.133.1/ ins Adressfeld ein und schon sollte die Weboberfläche zu sehen sein.

Wie schnell ist das Ganze?

Das Freifunknetz ist recht performant. In der Regel bestimmt der Internetanschluss, an dem der Freifunk-Router hängt, die Geschwindigkeit. Daneben spielen allerdings auch weitere Faktoren eine Rolle. So kann sich bspw. eine sehr hohe Anzahl von Nutzern (WLAN-Clients pro Router) negativ auf die Performance auswirken. Gleiches gilt für Umgebungen, in denen zahlreiche WLAN-Netze auf dem gleichen Kanal um „air time“ konkurieren.

Der Router braucht doch sicher sehr viel Strom?

Moderne WLAN-Router sind sehr genügsam, was ihren Stromverbrauch angeht. Je nach Auslastung (WLAN-Traffic), schwankt die elektrische Leistungsaufnahme zwischen 1 Watt und ca. 10 Watt. Die jährlichen Stromkosten für ein WLAN-Gerät bewegen sich somit im unteren, einstelligen Eurobereich.

Mein Knoten funktioniert nicht am Gastzugang der FritzBox

AVM hat mit dem Update auf FritzOS 6.x einen Filter auf den Gastzugang gelegt, der die korrekte Funktion deines Freifunk-Routers beeinträchtigt. Folge bitte folgenden Schritten, um den Filter für die Nutzung mit einem Freifunk-Router einzurichten:

  1. Verbinde dich zu der Weboberfläche deiner FritzBox
  2. Wechsele in die erweiterte Ansicht, indem du unten auf der Seite auf „Ansicht: Standard” klickst.
  3. Navigiere zu Internet > Filter > Zugangsprofile und bearbeite das Profil „Gast”. Dort sollte dann unter gesperrte Netzwerkanwendungen die Option „alles außer Surfen und Mailen” existieren. Dies bitte entfernen, da die VPN-Verbindung leider davon blockiert wird (Zu Testzwecken kannst du auch alles andere entfernen).

Nun sollte sich der Knoten mit den Gateways wieder verbinden können und ist trotzdem zusätzlich über den Gastzugang virtuell von deinem Heimnetz getrennt.

Warum funktioniert Netflix nicht im Freifunk-Netz?

Statt Filmvergnügen bekommen Freifunknutzer leider nur die Meldung „Sie scheinen einen Unblocker oder Proxy zu verwenden. Bitte schalten Sie derartige Dienste aus und versuchen Sie es erneut.“, denn Netflix blockiert die IP-Adressen von VPN Anbietern. Da wir derzeit die Verbindung von Freifunk ins Internet über mehrere VPN-Anbieter realisieren, ist es leider nicht möglich über Freifunk auf Netflix-Inhalte zuzugreifen. Vielleicht hilft es ja (über kurz oder lang) seinen Unmut direkt per Mail an Netflix zum Ausdruck zu bringen. ;-)

Ich habe Probleme mit dem Freifunkrouter an meinem UnityMedia-Internetanschluss

Viele Internetprovider umschiffen die Knappheit öffentlicher IPv4-Adressen mit einer Technik, die Dual-Stack Lite, kurz DS-Lite genannt wird. Dabei wird der Kundenanschluss lediglich mit einer öffentlichen IPv6-Adresse versorgt. IPv4-Pakete werden in IPv6-Pakete verpackt und über providerseitiges NAT ins Internet geleitet. Das Problem ist dabei, dass die maximale Größe eines Ethernet-Frames 1500 Bytes beträgt. Meist ist die MTU (Maximum Transmission Unit, die maximale Paketgröße) sogar ein wenig niedriger. Nun wird beispielsweise bei Freifunk folgendes zum Problem: Das Modem überträgt IPv6-Pakete zum Provider, in denen IPv4-Pakete übertragen werden, die wiederum fastd-Pakete enthalten, die wiederum BATMAN-Pakete enthalten, die wiederum IPv6-Pakete enthalten. Durch die Verkapsulierung der Datenpakete summiert sich der Overhead der einzelnen Protokolle immer weiter auf. Matroschkamäßig. Ihr wisst schon, diese russischen Püppchen. Jetzt haben wir das Problem, dass ein IPv6-Paket immer mindestens 1280 Bytes groß ist. Durch den gesamten Paket-Overhead kann nun die MTU unter diesen Wert fallen, so dass keine Pakete mehr übertragen werden können. Die Verbindung ist unbenutzbar. Die Lösung für dieses Problem besteht darin, dass der FF-Router so konfiguriert wird, dass er IPv6 für fastd verwendet. Hierzu in der Web-GUI den Menüpunkt „Einstellungen“ auswählen und „Erweiterte Ansicht“ anschalten. Die Einstellung „IP Protokoll VPN“ sollte nun auf „IPv6“ fest eingestellt werden.

faq.txt · Zuletzt geändert: 2017/03/30 16:14 von byt3

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